Kneipp-Anlage

Kneipp-Medizin

Die Kneippmedizin setzt schwerpunktmäßig die traditionellen, ganzheitlich ausgerichteten Naturheilverfahren ein. Wesentlich ist hierbei, dass diejenigen natürlichen Reize ärztlich genutzt werden, an die uns die Natur über die gesamte Evolutionszeit hinweg gewöhnt hat, wie z.B. Temperaturen, Bewegung, Pflanzenwirkstoffe, Wasser und Ernährung. Diese können sowohl vorbeugend (präventiv) als auch zur Behandlung bestehender Erkrankungen (kurativ) eingesetzt werden. Ihr Begründer ist der Namensgeber Sebastian Kneipp

Vorgehensweise

Nach einer auf das gesamte Individium ausgerichteten - also ganzheitlichen - Untersuchung und Befragung werden die Therapieelemente individuell zusammengestellt. Die Kneipp-Medizin beruht auf dem Wirkprinzip der Reizreaktion, d.h. man nutzt therapeutisch diejenigen natürlichen Reaktionen des Körpers, die mit den oben erwähnten Methoden abrufbar sind und den gewünschten heilenden Effekt bewirken. Der als Kneipparzt ausgebildete Mediziner bewegt sich dabei immer im Bereich der rational nachvollziehbaren Therapien. Die Kneipp-Therapie kann/soll mit anderen schulmedizinischen Verfahren kombiniert werden. Somit steht die Kneipp-Medizin nicht im Gegensatz zur Schulmedizin, sondern ist Alternative bzw. hilfreiche Ergänzung.
Kneippverfahren sind wie kaum andere Methoden zur Prävention, also zur Vermeidung einer Erkrankung oder deren Verschlimmerung geeignet. Da sich die klassischen Naturheilverfahren fast immer zur Selbsttherapie eignen, kann der Patient kann seine Gesundheit selbst beeinflussen.