Geschichte

Sohren wurde als Reichslehen vom Kaiser an die Grafen von Sponheim verliehen. Erste urkundliche Erwähnung 1286 bei den Grafen von Sponheim über das Patronatsrecht der Kirche. 1301 besaß Graf Johann II. von Sponheim-Kreuznach das Reichslehen. Dazu gehörten 10 umliegende Dörfer, die sogenannte Sohrener Pflege. Die Grafen von Sponheim besaßen im Ort einen festen Hof, das "Schloss", an das heute noch die Schlossstraße erinnert. Der Ort war bereits im 13. Jahrhundert Mittelpunkt eines großen Kirchspiels.
Bei Renovierungsarbeiten in der jetzigen evangelischen Kirche fand man Mauerreste einer Vorgängerkirche. Der Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die kath. Pfarrkirche, St. Michael, entstand 1906 nach den Plänen des Kölner Architekten Eduard Endler. Eine jüdische Gemeinde hatte im Ort eine Synagoge. Der jüdische Friedhof befindet sich nördlich des Dorfes im Wald.
Vorgeschichtlicher Fund, Jungsteinzeitliches Steinbeil im Distrikt Gräfenheck. Der Fund befindet sich im Hunsrückmuseum in Simmern. Zahlreiche Hügelgräber im Fünfgemeindewald. Frühe römische Besiedlung. Mauerreste einer solchen Siedlung wurden "Unterm Schwarzer Weg" entdeckt. 1836 Freilegung eines römischen Gebäudes in Fundamentresten westlich der Ortslage "Im Anspann" bzw. "In der Eisenkaul". Weiteres Gebäude im Flur "Bierfink" 1989 aufgedeckt.